Quelle: Sprint
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Parlamentarischer Staatssekretär zeichnet 16 Initiativen aus

 

Wettbewerb Menschen und Erfolge.

Acht Preisträger und acht Anerkennungen, so lautet die Bilanz des diesjährigen Wettbewerbs „Menschen und Erfolge“. Die 16 erfolgreichsten Projekte wurden am 16. Dezember in Berlin vom Parlamentarischen Staatssekretär Marco Wanderwitz im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) ausgezeichnet. Unter dem Motto „Lebenswerte Stadt- und Ortskerne in ländlichen Räumen“ hatten insgesamt 136 Initiativen Ideen –erstmals fast ausschließlich online – eingereicht, die erfolgreich zur Verbesserung des Wohnangebots und -umfelds ihrer

Kleinstadt beitragen.

Wie könnte eine zukunftsfähige Nachbarschaft im ländlichen Raum aussehen, mit seinem Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne, zwischen älter werdenden Einheimischen und jungen Neuzugezogenen?

Wie können hier Begegnung und Austausch entstehen, wie können andererseits aber auch Lösungen für bauliche Herausforderungen aussehen?

Antworten auf diese drängenden Fragen in Zeiten des demographischen Wandels und der Abwanderung geben die Projekte des Wettbewerbs „Menschen und Erfolge“. Einzelakteure, Unternehmen, Vereine oder auch ein Zusammenschluss mehrerer Gemeinden haben es selbst in die Hand genommen: Sie haben etwa generationenübergreifendes Wohnen im Ortskern geschaffen, ein altes Freibad naturnah umgestaltet oder das Handwerk wieder in das Ortszentrum zurückgeholt und damit nicht nur ihre Kommune lebenswerter gemacht, sondern Gebäudeleerstand und Landflucht verhindert.
Im Themenfeld 1 „Gebautes weiterentwickeln – Neue Qualität schaffen“ geht jeweils ein Preis an den Kulturring Störmede e. V. für das Konzept vom zukunftsfähigen Wohnen für alle in unterschiedlichen Lebenslagen, an die Deppisch Architekten GmbH für ihr Projekt, das seniorengerechtes Wohnen und gelebte Nachbarschaft in Schechen umfasst, und an die Mobile Jugendarbeit und Soziokultur Weißwasser e. V., die sich in Weißwasser mit mehr Kulturangeboten gegen Gebäudeleerstand stark machen.
Im Themenfeld 2 „Öffentlichkeit erleben – Begegnung ermöglichen“ geht ein Preis an das Waldbad Wittfeitzen e. V. in Waddeweitz. Hier gestaltete die Gemeinde gemeinsam mit vielen Bürgerinnen und Bürgern ein altes, chlorbasiertes Freibad ökologisch zu einem grünen Raum für Begegnung und Bewegung um. Außerdem wurden die Allgäuer Genussmanufaktur eG in Leutkirch im Allgäu ausgezeichnet, die die Lebensmittelproduktion aus der Peripherie wieder ins Dorfzentrum geholt hat, und der Heimatverein Pieskow e. V. in Friedland, der eine Brachfläche zu einem multifunktionalen Gemeindezentrum umgestaltet hat.
Im Themenfeld 3 „Rahmen schaffen – Unterstützung geben“ geht ein Preis an die soziale Dorfentwicklung Berngau, wo ein Netzwerk sich sozialen und baulichen Herausforderungen stellt. Außerdem wurde das Hofheimer Land e. V. mit einem Preis bedacht: Hier haben sich sieben Gemeinden zusammengetan, um alte leerstehende Gebäude neuen Nutzungen zuzuführen.
Die Preisträger erhalten ein Preisgeld von 2 000 Euro. Darüber hinaus wurden acht Beiträge mit Anerkennungen in Höhe von jeweils 500 Euro gewürdigt.


Folgende Beiträge erhalten Anerkennungen:
Das Architekturbüro Ruth und Ulrich Bunnemann für das Derz’sche Quartier in Güstrow.
Das Kulturkollektiv Goetheschule e. V. für den Leuchtturm im Wald in Lauscha.
Die Gemeinde Kalletal für den DORF+punkt in Kalletal.
Der Förderverein Haus Ludgeri e. V. für das Café Vergissmeinnicht in Emsbüren.
Die Gemeindebibliothek Peißen für die ehrenamtliche Bücherei in Peißen.
Die Gemeinde Beilrode für das regionale Gemeinde- und Begegnungszentrum der Heilandskirche Beilrode.
Die Stadt Wittenberge für den Summer of Pioneers in Wittenberge.
SelbstbestimmtLeben - GemeinsamWohnen e. V. in Hofgeismar für ihr Wohnprojekt.

 

Die Preisträger und Anerkennungen waren Mitte Oktober von einer unabhängigen vierzehnköpfigen Jury unter Leitung des Parlamentarischen Staatssekretärs Marco Wanderwitz ausgewählt worden. Als Jurorinnen und Juroren hatte der Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, Horst Seehofer, Vertreterinnen und Vertreter der Wettbewerbspartner, der Fachkommission Städtebau und wissenschaftlicher Einrichtungen sowie eine Preisträgerin der Wettbewerbsrunde 2016 berufen.
Der Wettbewerb ist eine Initiative des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat und seinen acht Partnern, dem Deutschen Landkreistag, dem Deutschen Städte- und Gemeindebund, dem Deutschen Bauernverband, dem Zentralverband des Deutschen Handwerks, dem Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau, dem Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, dem Bund Deutscher Landschaftsarchitekten und dem Bundesverband der gemeinnützigen Landgesellschaften.

Weitere Informationen unter:
www.menschenunderfolge.de

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